Beschreibung

Ausgangssituation

Zu einem Wareneingang kann es neben der Rechnung des Lieferanten auch weitere Rechnungen geben, z.B. die Rechnung von einem Spediteur. Letztere kann unabhängig von der Lieferantenrechnung zu einem völlig anderen Zeitpunkt kommen.

Aktuell wirkt sich nur die Rechnung des Lieferanten auf den Durchschnittspreis aus, die Speditionsrechnung wird auf ein separates Konto gebucht.

Im Standard kann man nur versuchen über interne Zuschläge auf der Bestellung den Speditionsbetrag abzubilden und darüber den Durchschnittspreis zu beeinflussen. Da man diesen aber nicht immer kennt und nicht weiß, welcher Betrag für welche Vorgänge anfällt, ist das ungenau.

Anforderung

Es soll eine Möglichkeit geschaffen werden, eine zusätzliche Rechnung zu einem Bestellvorgang dergestalt abzubilden, dass diese sich auf den Durchschnittspreis der bestellten Waren auswirkt.

Lösung

Die Lösung liegt in der Erstellung eines Beleges vom Typ Schnellbeleg. Dazu werden die betroffenen Bestellungen angegeben und als Lieferant der Spediteur, sowie weitere für die Rechnungserstellung notwendige Daten wie Rechnungsjahr, Rechnungs-, Eingangs- und Belegdatum sowie die Rechnungsnummer des Spediteurs.

Das Programm generiert dann einen Schnellbeleg, der alle Materialpositionen der angegebenen Belege enthält. Die Positionen haben keine Menge, nur einen Wert, damit ist der Lagerbestand nicht betroffen. Dieser Wert ist der prozentualen Anteil des Wertes der ursprünglichen Bestellposition an allen Bestellpositionen der Belege. Die Summe aller Positionen ist somit 100.

Zusätzlich wird ein absoluter Abschlag von 100 generiert.

Der erzeugte Beleg ist dann manuell dahingehend zu ergänzen, dass der Rechnungsbetrag als Ende-Zuschlag erfasst wird. Dieser Ende-Zuschlag darf nicht auf ein eigenes Konto gebucht werden, er muss also Umlagefähig sein.

Dadurch erfolgt eine prozentuale Umlage des angegebenen Wertes auf die einzelnen Positionen.

Zugleich hat man noch die Speditionsrechnung in oxaion in der Materialwirtschaft abgebildet, die in die Finanzbuchhaltung übernommen wird.

 

Die Anwahldaten des Aufrufprogrammes:

 


Voraussetzung

Es sind keine dedizierten Systemvoraussetzungen notwendig, die Funktion kann in alle oxaion business solution und oxaion open Release adaptiert werden.

Restriktionen

  • Geht auf Bestellbelege
  • Maximal 6 Bestellungen
  • Nicht möglich bei Seriennummern
  • Umlage erfolgt über den prozentualen Anteil des Wertes einer Position an dem Gesamtwert aller betroffenen Positionen (keine Umlage über Mengen- oder Gewichtsanteil)
  • Kann naturgemäß nicht auf ein eigenes Speditionskonto gebucht werden

Konfiguration

Es ist in der Tabelle FRD133 zwingend ein Abschlagskennzeichen zu hinterlegen, welches nicht auf eigenes Konto gebucht wird. Dieses wird für die maschinelle Generierung des absoluten Abschlages in Höhe von 100 in Belegwährung benötigt.

Zudem können, wenn noch nicht vorhanden, eigene Zuschlagskennzeichen angelegt werden für die Erfassung der Rechnungsbeträge. Diese dürfen nicht auf ein eigenes Konto gebucht werden.

Gegebenenfalls ist in der Tabelle FRD014 ein eigenes Belegkennzeichen für diese Art von Schnellbelegen anzulegen. Als Kopiervorlage kann das Schnellbelegkennzeichen verwendet werden, was in oxaion ausgeliefert wird.


In Kurzform

Standard

  • Ermittlung Durchschnittspreis anhand der Lieferantenrechnungen
  • Optional interne Zuschläge für Zusatz-Rechnungen

CAPS

  • Schnellbeleg für die Speditionsrechnung mit Wertangaben der Rechnungsbeträge
  • Maschinelle prozentuale Umlage aller Materialpositionen
  • Keine Beeinflussung des Lagerbestandes
  • Automatische Abbildung der Speditionsrechnung in der Finanzbuchhaltung

Restriktionen

  • Geht auf Bestellbelege
  • Maximal 6 Bestellungen
  • Keine Umlage über Mengen- oder Gewichtsanteil
  • Kann nicht auf ein eigenes Speditionskonto gebucht werden


 

 

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