Die Liquidität eines Unternehmens kann, abhängig von der Geschäftstätigkeit komplett oder in Teilbereichen vom Liquiditätsverlauf einzelner Projekte abhängen. Es wird den Unternehmenserfolg beeinträchtigen, wenn Projekte nicht durchgeführt werden können, weil die Vorfinanzierung der zu erbringenden Leistungen nicht zu bewerkstelligen ist und gleichzeitig eine Fremdfinanzierung nicht sichergestellt werden kann.

Aus diesem Grund bietet oxaion Möglichkeiten, den Finanzmittelbedarf für Projekte zu erfassen.
Die erfassten Liquiditätsdaten werden dynamisch fortgeschrieben und an die Unternehmensliquiditätsplanung weitergegeben. Damit wird die übergreifende Sicht auf die Unternehmensdaten vervollständigt.
Um nicht relevante Projekte von der LQ – Planung auszuschießen, kann eine entsprechende Kennzeichnung im Projektkopf deaktiviert werden.

Begriffsdefinitionen

Schlüsselbegriff der Mittelbewegung
Kennzeichnung für die Herkunft der Liquiditätsplandaten
Liquiditätstyp
Kennzeichnung ob es sich grundsätzlich um einen Abgang oder Zugang von Liquidität handelt
Liquiditätsplanwert
Manuell vorgegebener oder durch das System ermittelter Planwert
Liquiditätsperiode
Perioden der LQ- Planung, Zuweisung einer zeitlichen Relevanz
Verrechneter Liquiditätswert
Aufgrund der Verrechnungslogik vom System ermittelter Wert
Liquiditätsrestplanwert
LQ – Planwert abzüglich verrechneter Wert; dieser Wert ist relevant für die aktuelle LQ - Planung
 

Liquiditätsdaten erfassen

Die Liquiditätsplandaten können für ein Projekt insgesamt oder für einzelne Projektpositionen erfasste werden. Die Erfassung ist jeweils über die entsprechenden Kontextmenüs (rechte Maustaste) möglich. Hierbei sind die Angaben zum Planwert, der LQ – Periode sowie der Schlüsselbegriff für die Mittelbewegung Pflichteingaben.
Wurden LQ- Planwerte erfasst, so werden für Projektkopf und/oder Projektpositionen separate Knoten "LQ-Planwerte" im Projektexplorer angezeigt.
Projektspezifisch kann gesteuert werden, ob erfasste Zahlplanpositionen als Basis zur Generierung für LQ – Planwerte herangezogen werden sollen.

Fortschreibung von Restwerten

Die definierten LQ – Planwerte haben keinen dauerhaften Bestand. Durch Unternehmensprozesse wie bspw. den Zahlungseingang eines Kunden wird der zunächst geplante LQ – Mittelzufluss konkret, d.h. es geht nicht mehr um Planwerte, sondern um Istwerte. Dies verhält sich bei geplanten Mittelabgängen bspw. für ausstehende Lieferantenrechnungen analog. Da die offenen Rechnungen bereits in der Finanzbuchhaltung, insbesondere in der LQ – Planung berücksichtigt werden, darf der Planwert nicht mehr in vollem Umfang als LQ – Planwert aus den Projekten einfließen.
Eine manuelle Pflege, d.h. die ständige Anpassung der Planwerte wäre zu aufwändig. Aus diesem Grund wurde sowohl für die geplanten Mittelzuflüsse (bspw. aus Zahlplanpositionen) als auch für die geplanten Mittelabflüsse (Bestellbestand, offene Lieferantenrechnungen) eine Verrechnungslogik implementiert, welchen einen automatischen Abgleich durchführt. Diese Verrechnungslogik dokumentiert sich in den Datenfeldern "Verrechneter Liquiditätswert" und "Liquiditätsrestplanwert". Als Konsequenz der automatischen Verrechnung sind diese Datenfelder nicht eingabefähig.

Berücksichtigung in der Unternehmensliquidität

Der Aufbau der Liquiditätsdaten für die Unternehmensplanung erfolgt über ein separates Programm, welches in den Tagesabschluss eingebunden sein sollte. In diesem Zusammenhang werden auch die LQ – Restwerte aktuell ermittelt und in die LQ – Planwerte im Projekt fortgeschrieben.
Die Anzeige der LQ – Plandaten in der Finanzbuchhaltung wurde um die Spalten

  • Mittelzufluss aus Projektangeboten
  • Mittelabfluss aus Projektangeboten
  • Mittelzufluss aus Projektaufträgen
  • Mittelabfluss aus Projektaufträgen

erweitert.

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