Prozess 1 - Übertragung einer Bestellung (ORDER) aus verursachenden Mandanten in den bezogenen Mandanten

Erfassung einer Multisite-Bestellung im verursachenden Mandanten (= Bestellung für einen Multisite-Lieferanten), bzw. Erzeugung einer Bestellung durch Bevo-Übernahme (ggf. Bevo aus Streckengeschäft).
Druck EDI-Kopie der Bestellung:

  • Kontrolle der Auftragserzeugung im bezogenen Mandanten, Falls nicht vorhanden – Recherche wie hier beschrieben.


Umsetzung bei gemeinsamem Adressstamm:

  • Adresse per Adressnummer (UPKADP) definiert- Adressnummer wird übernommen.
  • Adresse per XX-(abweichender) Adressnummer (UADRSP) definiert. Adresse wird als neu generierte XX-Nummer zum Multisite-Kunden übernommen.
  • Belegbezogene freie Adresse wird als belegbezogene Adresse übernommen.


Umsetzung bei abweichendem Adressstamm:

  • Adresse per Adressnummer (UPKADP) definiert- XX-Nummer zum Multisite-Kunden wird generiert.
  • Adresse per XX-(abweichender) Adressnummer (UADRSP) definiert. Adresse wird als neu generierte XX-Nummer zum Multisite-Kunden übernommen.
  • Belegbezogene freie Adresse wird als belegbezogene Adresse übernommen.

Bezüglich Zu/Abschlägen und Texten sind die unter Punkt 4 aufgeführten Restriktionen zu beachten.

Schritt 1

Anstoß des Multisite-Prozesses Bestellung durch Druck der EDI-Kopie der Bestellung bzw. durch Aufruf des Programms Bestellungen an die EDI-Schnittstelle übergeben (EK20900) für die Bestellung.

Wenn alles passt, erscheint unmittelbar danach im Bezogenen Mandanten ein neuer Auftrag mit der Referenz auf die Bestellung des verursachenden Mandanten im Feld „Bestellangabe Kunde".

Falls nicht, folgendes prüfen:

  • der Multisite-Transaktionsdatei per KI40100R
  • der Mailboxdatei im bezogenen Mandanten für den Primärschlüssel EO 

Prozess 2 - Übertragung einer Bestellbestätigung (ORDRSP) aus bezogenem Mandanten in den verursachenden Mandanten

Eine Bestellbestätigung ist ein optionaler Prozess. In welchem Umfang Auftragsänderungen im bezogenen Mandanten in die ursprüngliche Bestellung des verursachenden Mandanten übernommen werden hängt an den Einstellungen der KIS-Stammdaten des Kunden bzw. Lieferanten und den Einstellungen der Vorlauftabellen VRLV25 und VRLE32 (Näheres bitte dem KIS Verfahrenshandbuch entnehmen).

Ob eine Bestellbestätigung ohne Auftragsverwaltung versandt werden kann hängt vom Initialstatus des Auftrages ab.

Der Unterlassungswert des EDI-Belegstatus kommt aus den KIS-Stammdaten des Kunden im bezogenen Mandanten:



Bzw. der Tabellensteuerung zum EDI-Belegstatus:

der EDI-Status einen auf ‚1' oder ‚2' stehen.

Danach kann die Auftragsbestätigung gedruckt werden und in Abhängigkeit der Einstellungen in den EDI-Stammdaten des Kunden, des Lieferanten und den Steuerungen der Vorlauftabellen VRLE32 bzw. VRLV25 erfolgt eine Übertragung der geänderten Werte in die Bestellung des verursachenden Mandanten.

Alternativ zum Druck kann die Übertragung per VK20910 mit Eingabe der Auftragsnummer gestartet werden.

Erfolgt die Änderung der Bestellung nicht:

  • Obwohl Transaktionen ( AB,BB) in der Multisitetransaktionsdatei existieren

Prüfen Fehlerprotokolle, prüfen Mailboxdatei

  • Ohne Transaktionen in der Multisitetransaktionsdatei.

Prüfen Status KOEKZS, wenn <> ‚N' keine EDI-Verarbeitung.  

Prozess 3 - Übertragung einer Lieferung (DESADV) aus bezogenem Mandanten in den verursachenden Mandanten

Ob die Übertragung der Lieferdaten bei Lieferscheindruck oder bei Rechnungsdruck erfolgt, hängt von der Einstellung der VRLV25 ab.

Ob zunächst ein avisierter Wareneingang bei normalem Ablauf erzeugt wird (im Gegensatz zur Strecke) hängt von der Einstellung der Multisite-Daten im EDI-Segment des Lieferanten ab.

Prozess 4 - Übertragung einer Ausgangsrechnung (INVOICE) aus bezogenem Mandanten in den verursachenden Mandanten

Ob die Übertragung der Rechnungsdaten bei Rechnungsdruck oder bei Verbuchung der Rechnung in die FBU-Schnittstelle erfolgt, hängt von der Einstellung der VRLV25 ab.

Übernahme der Rechnungsdaten in den verursachenden Mandanten per KI40040R/KI40041R.

Erzeugung Eingangsrechnung im verursachenden Mandanten per EK23900R. 


Prozess 5 - Preisdaten und Konditionen

Es sollte möglichst auf die Verwendung von Konditionen in den Multisite-Prozessen verzichtet werden. Da

  • eine maschinelle Übertragung von Konditionen-Stammdaten vom bezogenen Mandanten in den verursachenden Mandanten nicht vorgesehen ist.
  • es für die wertmäßige Abrechnung der Prozesse unerheblich ist, ob sich der Nettopreis durch Zu/Abschläge aus dem Bruttopreis ergibt, oder ob bereits ein Nettopreis hinterlegt ist.
  • Auf Ebene der Übertragung einer Order (Bestellung in Auftrag) werden keine Konditionen verarbeitet (evtl. vorhandene Ende-Konditionen der Bestellung werden in den Nettopreis eingerechnet). Dieser Nettopreis kommt jedoch nur im Auftrag an, wenn im Bezogenen Mandanten kein Preis über die Preisfindung ermittelt werden konnte.
  • Auf der Ebene der Invoice-Übertragung (Ausgangsrechnung in Eingangsrechnung) werden Fracht und Verpackungskosten aus dem Lieferschein in Ende-Zuschläge umgewandelt und diese werden aber nur in die Eingangsrechnung übernommen, wenn auf der zugehörigen Bestellung keine Ende-Zu-/Abschläge existieren.

Anlage einer Nettopreisliste für die MULTISITE-Abwicklung im Bezogenen Mandanten und Übertragung dieser Preisliste in EKS-Preislisten in den verursachenden Mandanten und entsprechende Preislistenzuordnung für die Multisite-Lieferanten und Kunden. Die Preisliste sollte in der Währung angelegt werden, in welcher auch die Abrechnung erfolgt  

Schritt 1

Ausgeben Preisliste im bezogenen Mandanten Preisliste per Aufruf US18350R.

Schritt 2

KI40050R aufrufen, Keine Eingabeparameter - Aufruf im bezogenen Mandanten

Schritt 3

Im verursachenden Mandanten Preisliste per US18490R übernehmen

Danach Nachricht per Kontextmenü übernehmen.

  • Keine Stichwörter
>