Mit der Funktion "Auftragsnetz freigeben" können alle in dieser Auftragsnetzstruktur vorkommenden Planfertigungsaufträge in echte Fertigungsaufträge umgewandelt werden. Voraussetzung hierfür ist ein verzugsfrei gerechnetes Netz. Wurde jedoch in der Tabelle VRLP25 (Vorlaufdaten Lieferterminsimulation) der Parameter „Verzug in Echtauftrag ignorieren" aktiviert, dann kann ein Netz auch mit Verzug in dieser Position frei gegeben werden. Die Materialpositionen in diesem FA werden nicht mehr geprüft. Soll ein Verzug im Echtauftrag jedoch nicht ignoriert werden, dann wird die LTS mit der entsprechenden Fehlermeldung abgebrochen.
Wird gewünscht, dass die Relation zwischen Nachfrage und Angebot bei der Freigabe eines Auftragsnetzes fixiert bleiben soll, so muss in der Tabelle VRLP64 (Vorlaufdaten Fertigungsvorschläge übernehmen) der Parameter "Terminfixierung" auf '1' gesetzt werden. Dies bewirkt sowohl eine Fixierung der Termine als auch eine Fixierung der Relation „Angebot und Nachfrage"
Bei einer fixierten Relation in der z. B. ein freier Lagerbestand die Nachfrage bedient, steht dieser Lagerbestand keinem anderen "Nachfrager" mehr zur Verfügung.
Auch wird bei AE-Meldung eines FA aus einer fixierten Relation die Fixierung auf den nun erzeugten Lagerbestand übertragen.
Auszug aus der Bedienerhilfe für den Parameter 24:
| Wert | Terminfixierung Mit diesem Parameter wird gesteuert, ob Fertigungsauftragstermine nach der Ersteinplanung (nach der Übernahme aus einem Fertigungsvorschlag) fixiert werden sollen. |
|---|---|
| 0 | Es werden keine Fertigungsaufträge terminfixiert. |
| 1 | Es werden nur Fertigungsaufträge terminfixiert, die im Rahmen einer Übernahme eines Auftragsnetzes entstehen. |
| 2 | Es werden alle Fertigungsaufträge terminfixiert, die aus Fertigungsvorschlägen generiert wurden. |
| 3 | Es werden alle Fertigungsaufträge bei deren Ersteinplanung terminfixiert. |
Anmerkung: Relevant für die Auftragsnetzfreigabe ist ausschließlich die Ausprägung „0" und „1".
Da die Fertigungsvorschläge und somit die Planfertigungsaufträge bei der Umwandlung in echte Fertigungsaufträge gelöscht werden und die Fertigungsaufträge neu eingeplant werden, kann es vorkommen, dass durch zwischenzeitlich veränderte Datenkonstellationen die neu erstellten Fertigungsaufträge andere Termine haben, als die basierenden Planfertigungsaufträge. Die Terminfixierung bezieht sich somit auf die Termine, die dem echten Fertigungsauftrag zugeordnet wurden.
Wurde der Parameter bzgl. Terminfixierung auf '1' gesetzt, dann erhalten alle aus einem Auftragsnetz entstandenen Fertigungsaufträge im Datenfeld „AKKVON = Kopfvorschlag Netz" aus der Datei PWAKOP als Kennzeichen den gleichen Inhalt des Datenfeldes AKFIXA. Somit ist erkennbar, dass diese Fertigungsaufträge aus einem Auftragsnetz heraus entstanden sind. Eine Selektion nach diesem Feldinhalt über alle Fertigungsaufträge liefert somit alle Fertigungsaufträge, die aus dem gleichen Ursprungsnetz entstanden sind.
Informationen zu zusammengehörigen Fertigungsaufträgen können über das Anzeigeprogramm PW20000 (Fertigungsaufträge) angezeigt werden. Es muss in den benutzerspezifischen Sichten das Feld AKKVON aufgenommen werden, danach kann zunächst über lesen des Feldinhaltes AKKVON zu einem relevanten FA und anschließender Spaltenselektion die gewünschten Informationen gewonnen werden.
Die nun angezeigten Fertigungsaufträge sind alle aus der Freigabe des gleichen Netzes entstanden und werden zur termingerechten Herstellung des Endproduktes benötigt.
Das Datenfeld AKKVON, (welches für die Terminierung, mit einem Wert ungleich blank die Information enthält, dass es sich um einen terminfixierten FA handelt,) wird in der Bedarfsdeckerdatei dazu verwendet, um eine Relation zwischen Nachfrage und Angebot ebenfalls zu fixieren. Dort wird diese Relation fixiert, wenn wenigstens einer der beiden Partner Nachfrager oder Angebot terminfixiert ist.
- Deckt ein Fertigungsauftrag den Bedarf mehrerer Netze ist die Relation nicht mehr eindeutig.
- Fertigungsaufträge, die Element einer fixierten Relation sind, können nicht mehr verwaltet werden, da sonst die Daten der Bedarfsdeckerdatei (DZUNAP) nicht mehr korrekt wären.
- Der Storno einer AE-Meldung oder auch die Rückmeldetransaktion "AX" zu einem FA aus einer fixierten Relation heben die Fixierung auf.



