In der Produktionsplanung und -steuerung erfolgt die Einzelplanung in direktem Zusammenhang mit der Durchlaufterminierung. Starttermin und Endtermin kommen ebenso aus den Vorgaben des Fertigungsauftrags wie der Zeitbedarf. Mit der Terminierung wird, wenn die Personalgruppe entsprechend klassifiziert wurde, immer geprüft, ob die geplante Personaleinsatzplanung ausreicht. Rückmeldungen, Mengen und Terminänderungen können stets dazu führen, dass die Personaleinsatzplanung automatisch korrigiert wird. Werden einzelne Sätze vollständig fixiert (Startdatum, Enddatum, zugeteilte Stunden), so wird durch die Terminierung die fehlende Planung auf die Planungshilfe übertragen. Planungseinträge im Umfeld Produktionsplanung und -steuerung dürfen trotz Fixierungskennzeichen verschoben, verkürzt oder verlängert werden, da die Fixierung nur als „unumstößlich" für die maschinelle Terminierung interpretiert wird.
Bei der Durchlaufterminierung werden der Verfügbarkeitsgrad und der Leistungsgrad der einzelnen Person berücksichtigt. Dies kann unter Umständen zu überraschenden Einplanungsergebnissen führen. Wenn eine solche Situation auftritt, sollten die Mailboxsätze geprüft werden.
Aufträge mit Arbeitsgangzeiten von z.B. weniger als einem Tag, können im Periodenraster Stunden sehr genau eingeplant werden. Aufträge, die über mehrere Tage gehen, sollten bevorzugt im Tagesraster betrachtet werden.
Personalgruppe
Mit Personalgruppen verwalten (PA14000) muss die Personalgruppe für die Einzelplanung mit Personalplanung aktiv freigegeben werden.
Die Kapazitätsdaten werden dann über Leitstand Personal- und Produktressourcen (SA22445) ermittelt.
Im Kapitel Kapazität hat hier nur Informationscharakter, da das Kapazitätsangebot aus den Daten des Personalstamms und den Abwesenheitszeiten aus Leitstand Personal- und Produktressourcen (SA22445) ermittelt wird.
In Arbeitsplätze (PA12090) erfolgt die Zuordnung der Personalgruppe zum Arbeitsplatz und die Aktvierung der Option Terminierung über Personalgruppe.
Einer Personalgruppe werden über Personal- / Ressourcenstamm verwalten (US14000) das Personal zugeordnet. Eine Sonderstellung nimmt die Personalnummer mit der Ressourcenart (aus FRDRCA (Ressourcenart Personalplanung)) "Planungshilfe" (Argument H) ein. Eine Planungshilfe wird je Personalgruppe geführt, um die Verteilung auf das eigentliche Personal einfacher zu ermöglichen. Das Kennzeichen Einzelplanungszeit steuert über FRDEPZ (Einzelplanungszeitpunkt), zu welchem Zeitpunkt die Einzelplanung einer Ressource erfolgt sein muss. Möglich ist z.B., die Einzelplanung zum Auftragsstart oder zum Arbeitsgangstart zwingend vorzuschreiben.
Personal-/Ressourcenstamm
In Personal- / Ressourcenstamm verwalten (US14000) wird über die Option Leitstand Personal/Ressourcen festgelegt, ob für einen Mitarbeiter eine Einsatzplanung vorgesehen ist. Dabei ist die Angabe einer Personalgruppe notwendig. Die Werte der Personalgruppe dienen als Default. Abweichungen zum Personal können davon abweichend gezielt angegeben werden.
Das Kapazitätsangebot wird über den Verfügbarkeitsgrad in Verbindung mit dem Schichtmodel definiert. Während für Arbeitsplätze die Verfügbarkeit oftmals für Ausfallzeiten (Krankenstand, Urlaub, …) pauschal hinterlegt wird, ist bei der Einzelplanung die Abwesenheit jeder Person direkt im Leitstand hinterlegt. Jede Änderung wirkt sich daher direkt auf das Kapazitätsangebot aus. Es wird daher in der Einzelplanung eher von 100 % Verfügbarkeit ausgegangen. Lediglich einzelne Personen, die noch andere Aufgaben erfüllen müssen (z.B. Betriebsrat, Personalführung) sollten hier über den Verfügbarkeitsgrad abgestuft werden.
Über den Leistungsgrad kann die geplante Zeit, die generell für den Arbeitsgang vorgesehen ist, noch reduziert oder vergrößert werden, wenn die Fähigkeiten eines einzelnen Mitarbeiters noch einfließen soll.
Bei aktiver Personalplanung über den Leitstand Personal und Ressourcen wird also das Kapazitätsangebot der Personalgruppe aus der Summe des personenspezifischen Kapazitätsangebots ermittelt. Ebenso werden die Kapazitätsfaktoren maschinell ermittelt und in der Personalgruppe fortgeschrieben.
Schichtmodelle (PA16000) werden über die FRDSCK (Schichtkennung Personal) auch für Wechselschicht benötigt. Nähere Einzelheiten hierzu finden sich in Schichtmodelle.
Ausfälle
Wenn für Personal der Produktion Abwesenheiten generiert werden, werden daraus Kapazitätsanpassungen generiert und das Kapazitätsangebot entsprechend reduziert.
Dafür müssen in VRLP11 (Vorlaufdaten für Programm PA14000) Freischichten eingetragen werden und diese Schichtmodelle mit 0 Stunden (ohne Zeitangaben) hinterlegt werden.